Wirtschaft

Mietpreller – Wenn Mieter keine Miete zahlen

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In Deutschland ist das Recht ganz klar auf der Seite der Mieter – Dies wissen Mietpreller nur zu gut auszunutzen. Wenn Mieter keine Miete zahlen, dann steht der Vermieter oftmals hilflos da und muss sich auf langfristige und teure Klagen und Gerichtsverfahren einlassen.

Man nennt sie „Mietpreller“ und sie sind der Albtraum jedes Vermieters: Menschen, die eine Wohnung beziehen und nach kurzer Zeit grundlos die Miete kürzen oder erst gar keine zahlen. Die meisten kommen mit dieser Masche gut durch – das deutsche Mietrecht macht es möglich. Bis zu einem Jahr dauert es in der Regel, bis eine Räumungsklage vollzogen werden kann. Doppeltes Pech für den Vermieter: Er hat keinerlei Mieteinnahmen und muss auch noch die Kosten für Klage und Räumung aufbringen. Die ZDF Reportage von Thadeus Parade berichtet über drei unterschiedliche Fälle von sogenannten „Mietnomaden„. Das ist zum Beispiel eine verzweifelte Vermieterin aus Freudenstadt, die seit Monaten vergeblich versucht, ihre säumigen Mieter aus der Wohnung zu klagen. Bis zum Auszug haben sich rund 8.000,– Euro Mietschulden aufgetürmt. In Hamburg muss ein Malermeister tatenlos mit ansehen, wie „Mietpreller“ sein Haus vermüllen. Kurz vor der offiziellen Räumung machen sie sich aus dem Staub, ohne eine neue Adresse zu hinterlassen und ohne ihre Mietschulden zu bezahlen. In Wiesbaden hat ein Ehepaar eine Wohnung an eine junge Frau vermietet. Kurz nach Einzug kürzt sie grundlos die Miete und bleibt in der Wohnung – trotz fristloser Kündigung. Zwei Gerichtsurteile musste sich das Ehepaar erstreiten, dann erst räumte die Frau die Wohnung. Diese ZDF Reportage zeigt, mit welch dreisten Methoden manche „Mieter“ das Mietrecht in Deutschland missbrauchen.

Der Feind im eigenen Haus – Mietpreller und verzweifelte Vermieter

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