Wissenschaft

Farben – Warum wir die Welt bunt sehen

By  | 

Ein Dokumentarfilm über die Wahrnehmung von Farben. In manchen Sprachen wird stärker zwischen dem Effekt Farbe („farbig“) und der Ursache für Farbe („färben“) unterschieden, so im Englischen colour und dye (stuff) (oder pigment), oder in den romanischen Sprachen (spanisch: color und teñir).

 

Eine Farbe ist ein durch das Auge und Gehirn vermittelter Sinneseindruck, der durch Licht hervorgerufen wird, genauer durch die Wahrnehmung elektromagnetischer Strahlung der Wellenlänge zwischen 380 und 760 Nanometer.

 

 

Farbsehen ist eine Fähigkeit der Tiere, Licht unterschiedlicher Wellenlängen (d.h. unterschiedliche spektrale Leistungsverteilungen) unabhängig von der Lichtintensität wahrzunehmen. Die Farbwahrnehmung ist ein Teil des größeren visuellen Systems und wird durch einen komplexen Prozess zwischen Neuronen vermittelt, der mit einer differenziellen Stimulation verschiedener Arten von Photorezeptoren durch in das Auge einfallendes Licht beginnt. Diese Photorezeptoren senden dann Ausgangssignale aus, die sich durch viele Schichten von Neuronen und dann schließlich zum Gehirn ausbreiten.

 

 

Das Farbsehen kommt bei vielen Tieren vor und wird durch ähnliche zugrundeliegende Mechanismen mit gemeinsamen Arten von biologischen Molekülen und einer komplexen Evolutionsgeschichte in verschiedenen Tiertaxa vermittelt. Bei Primaten hat sich das Farbsehen möglicherweise unter selektivem Druck für eine Vielzahl von Sehaufgaben entwickelt, einschließlich der Nahrungssuche nach nahrhaften jungen Blättern, reifen Früchten und Blüten sowie der Erkennung von Räubertarnung und emotionalen Zuständen bei anderen Primaten.