Medizin

Die Tricks mit Eis und Schokolade

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Billiges Pflanzenfett, künstliche Zusatzstoffe und Fertigpasten: Bei Eis & Schokolade ist oft mehr Schein als Sein. Die Dokumentation „Die Tricks mit Eis und Schokolade“ des NDR nimmt bekannte Produkte unter die Lupe. Zum Schluss zeigt die Doku wie geschickt „Wassereis“ / „Fruchteis“ für Kinder vermarket wird und was es mit den Siegeln „Fair Trade“ und „UTZ“ auf sich hat.

 

 

Eisdielen

Es werden Stichproben einiger Cafés, die ihr Eis selber herstellen, und als „natürlich“ vermarkten, einer Aromen-Analyse im Labor unterzogen. Auch wenn die Resultate sicher nicht für alle Eisdielen gelten, sind die Ergebnisse erschreckend. Im Unterschied dazu, zeigt Katrin Kerkhoff wie schmackhaftes Eis ohne künstliche Aromen zubereitet wird.

 

Übrigens: Eis, das mit echter Vanille hergestellt wird, ist übrigens fast weiß (bis auf die schwarzen „Punkte“). Die häufig anzutreffende gelbe Farbe stammt von künstlichen Zusatzstoffen. Und: Gemäß den Leitsätzen des Deutsche Lebensmittelbuches (DLMB) muss solches Eis als „Eis mit Vanillegeschmack“ (und nicht Vanilleeis) gekennzeichnet werden.

 

 

Schokolade

Vollmilchschokolade wird häufig beworben mit Milch von glücklichen Kühen aus den Alpen. Auf Nachfrage des NDRs, von wo genau die verwendete Milch stammt, antwortenden die Hersteller wenig präzise mit „aus dem deutschen Alpenraum“, „Alpeneinzugsgebiet“, „Einzugsgebiet der Alpen“ bzw. „Alpenregion“. Laut Verbraucherzentrale Berlin sagen all diese „Begriffe“ nichts über die Haltungsbedingungen (z.B. große Ställe ohne Tageslicht) und  das Futter aus! Zudem wird bei der Herstellung von Schokolade ausschließlich Milch in Form von Milchpulver verwendet.

Eine Tafel Milchschokolade (100g) kostet 0,5€ bis 1,5€ und enthält 30% Kakao sowie 54g – 58g Zucker. Viele Lebensmittelkonzerne verwenden zudem billiges Butterreinfett statt Kakaobutter. Berit Windisch zeigt in ihrer Schokoladenmanufaktur wie es anders geht.

 

Mon Chéri, die mit Branntwein gefüllte Praline des italienischen Herstellers Ferrero, enthält etwa 50g Zucker und 20g Fette (auf 100g). Die sogenannte „Piemont-Kirsche“ ist eine kreierte Marke aber keine Kirschsorte und die  „Sommerpause“ scheint mehr der künstlichen Verknappung der hochpreisigen Praline zu dienen.

 

Eis aus der Gefriertruhe

Die Deutschen konsumieren etwa 8 Liter Eis pro Jahr. Der Eispreis im Supermarkt bestimmt sich nach dem Volumen. Es gibt Hersteller die Luft in das Eis pumpen und dann bei 1L Volumen auf ein Gewicht von etwa 500g kommen. Und dann ergibt sich ein Preisunterscheid zu einer dänischen Premiummarke von einem Faktor 3. Wenn man das Gewicht als Grundlage nimmt, schrumpft dieser auf den Faktor 2 (d.h. das „aufgeblasene“ Eis ist auf einmal doppelt so teuer).

 

Anmerkung: Eis das u.a. aus Vollmilch und Sahne hergestellt wird, darf sich „Eiscreme“ nennen. Werden diese beiden durch billiges Kokosfett ersetzt, darf sich das Produkt nur „Eis“ nennen.