Gesellschaft

Cannabis: Hype um Hanf

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Die Doku untersucht die Folgen der Cannabis-Legalisierung. Kanada war  das erste G7-Land, das Anbau, Verkauf und Gebrauch von Marihuana neu reguliert. Weitere Vorreiter sind die US-Bundesstaaten Colorado, Michigan und Kalifornien sowie die Staaten Uruguay und bald auch Luxemburg.  Seit 2018 ist dieses Thema regelmäßig in den Schlagzeilen der Medien.

Neben den Hauptprotagonisten – Staaten und Drogenhändler – zeigt die Dokumentation, wie sich ein neuer Beteiligter einmischt: Privatinvestoren, die ein lukratives Geschäft wittern. Im Zuge der Legalisierung werden die positiven Eigenschaften von Marihuana hervorgehoben – und die geknebelte Alkohol- und Tabakindustrie sieht darin neue Wachstumsperspektiven.

 

 

Hanf

Pflanzenteile der weiblichen Hanfpflanze (meist Cannabis sativa, Cannabis indica oder deren Kreuzungen) können so konsumiert werden, dass sie eine berauschende Wirkung hervorrufen.

 

Umgangssprachliche Namen für diese Pflanzenprodukte sind etwa Gras, Weed oder Marihuana (für die weiblichen Blüten) und Haschisch (für das daraus gewonnene und gepresste Harz). Auch Extrakte wie Haschischöl werden als Rauschmittel genutzt. Besitz und Weitergabe solcher Cannabisprodukte sind in den meisten Ländern verboten. Das ist auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Fall, wo Cannabis, wie auch in vielen anderen Ländern dieser Erde mit einer Cannabis-Prohibition, die am häufigsten konsumierte illegale Rauschdroge ist.

THC

Es eignen sich jedoch nicht alle Cannabissorten als Rauschmittel. Denn z. B. Nutzhanfsorten (aber auch manche medizinische Cannabissorten) enthalten den dazu notwendigen Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) nur in äußerst geringen, nicht spürbar wirkenden Mengen.

THC beeinflusst das Zentralnervensystem des Menschen und ist vorrangig für die muskelentspannende, beruhigende und übelkeitsunterdrückende Wirkung verantwortlich. Ob Cannabis als Rauschmittel oder als Arzneimittel benutzt wird, ist nicht immer scharf voneinander abgrenzbar. Weltweit nutzen nach konservativen Schätzungen ca. 192 Million Menschen (~ 3,9 % der Weltbevölkerung) Cannabis als Rauschmittel.

 

CBD

Cannabidiol (CBD) ist ein kaum psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Weitere pharmakologische Effekte wie z. B. eine antipsychotische Wirkung  werden erforscht.

Cannabidiol-Präparate werden in Deutschland im Nahrungsergänzungsmittel-Bereich ohne gesundheitsbezogene Behauptungen angeboten, deren rechtliche Bewertung unklar ist.