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e10 biospritDie aktuelle Diskussion um Biosprit, die in Deutschland sogar in der gesetzlich vorgeschriebenen Einführung von “E10 Biosprit“gemündet hat, soll durch diese Dokumentation einiges an Hintergrundwissen erhalten. Tatsache ist nämlich, dass auch das Ethanol, welches normalem Benzin beigemischt wird um es “öko” zu machen, nicht ohne ökologische Opfer zu gewinnen ist. Urwälder werden abgeholzt um Palmöl-Plantagen anzulegen und auch in Europa, Südamerika und Afrika werden immer mehr landwirtschaftliche Flächen für Pflanzen zur Ethanol-Gewinnung verwendet und mit EU-Subventionen gestützt. Dies führt wiederum in einem Folgeschritt zu einem Mangel an Anbauflächen für Nahrung. Dieser Nahrungsmittel-Mangel führt dann zu höheren Preisen und endet dann im schlimmsten Fall in Protesten der Bürger, wie wir es zur Zeit in Ägypten, Lybien und anderen nordafrikanischen Ländern sehen. Das gute ökologische Gewissen dass wir im Westen also durch E10 erkaufen, wird in Wahrheit auf dem Rücken der armen Bevölkerung in Urwäldern und 3. Welt Ländern ausgetragen. Doch auch bei uns steigen dadurch die Benzinpreise, was wiederum nur den Mineralölkonzernen und Spekulanten zugute kommt.
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Araber und Juden in IsraelDas heilige Land Israel hat viel Blut gesehen. Araber & Juden bezeichnen sich beide als Kinder Abrahams, auch wenn die Araber ihn Ibrahim nennen. Dennoch sind diese ungleichen Kinder alles andere als brüderlich zueinander. Sie sind verstritten – bis aufs Blut.

Hier, so erzählt er, sei vor zwei Jahren (2003) sein Sohn Hatem in die Luft geflogen, als er einen Sprengstoffgürtel montierte, mit dem er einen Selbstmordattentäter nach Israel schicken wollte. “Ein Arbeitsunfall”, sagt der Palästinenser lakonisch und fügt hinzu:

“Mein Sohn starb, als er gegenüber seinem Volk und seiner Religion eine Pflicht erfüllte. Und das ist die beste Art zu sterben.”

In den Augen der jüdischen Siedlerin Dalia Daniel sind alle Palästinenser Terroristen. Ihre Familie gehört zu den zu keinem Kompromiss bereiten Veteranen der Siedlerbewegung. Ihre Nichte Efrat und deren Mann Yitzchak mussten vor zwei Jahren den Gazastreifen verlassen, als dort die Siedlungen geräumt wurden. Heute leben sie in Hebron im Westjordanland und sehen mit Verbitterung auf ihre damalige “Vertreibung” zurück. Der jüdische Staat, so meinen sie, sei ihnen in den Rücken gefallen. Wie die meisten der Siedler sehen sie sich als Werkzeuge Gottes, durch die dessen Verheißung verwirklicht werde, das ‘Heilige Land’ auf immer und ewig den Juden zu geben. Hebron ist die Hochburg der Fundamentalisten zweier Religionen. Seit Israel vor 40 Jahren im Sechstagekrieg das Westjordanland besetzte, ist diese Stadt, in der nach dem Glauben von Juden, Christen und Muslimen der biblische Urvater Abraham begraben ist, ein brodelnder Konfliktherd für jüdische Siedler und kampfbereite Islamisten. Beide Gruppen sehen sich als die wahren Erben Arahams, und an eine Versöhnung der zerstrittenen Nachkommen ist nicht zu denken. Die Spuren des Hasses haben sich auf beiden Seiten tief eingefressen. Frieden, da sind sich palästinensische Hamas und jüdische Siedler einig, wird es im Nahen Osten nie geben.SWR-Autor Uri Schneider schildert mit seiner Reportage daher eine fast ausweglose Lage.

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