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hacktivistenDieser Dokumentarfilm zeigt die neuen Formen dieses Protests, der sich der elektronischen Medien bedient und weltweit rasant zunimmt: Virtuelle Sit-ins, an denen Tausende teilnehmen; Internet-Werbung großer Markenhersteller, die von Netzpiraten gehackt, parodiert oder missbraucht wird – Attacken, die schon zum Börsensturz von Firmen geführt haben (etoys), die Opfer dieser Gegenwerbung wurden. Das Filmteam von arte ist im April 2001 dabei, als die Protestveranstaltungen beim Wirtschaftsgipfel in Quebec vorbereitet werden. Doch neben den spektakulären Bildern dieser gewalttätigen Straßenproteste zeichnet sich ein anderer Krieg ab, in dem die Waffen ‘Maus’ und ‘Modem’ heißen: Tausende von Internetbenutzern bereiten in aller Stille eine Online-Protestaktion vor, mit der die offizielle Website der Veranstaltung lahmgelegt werden soll. Das Motto der Aktion “Die Maus ist stärker als der Schlagstock.” Anhand der Porträts einiger der führenden Köpfe der Hacktivisten-Szene liefert diese Doku Einblicke in das Innenleben dieser im Verborgenen arbeitenden Organisation, Bilder aus dem Zentrum des Cyber-Aktivismus. Die Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, in einer vollständig auf Handel und Wirtschaft ausgerichteten globalisierten Welt Unruhe zu stiften und ihren eigenen Zukunftsentwurf, geprägt von einem gewissen zivilen, politischen und informationsmedialen Widerstand, zu gestalten.

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das ende der intimitätHat Intimität und Privatsphäre im Internet-Zeitalte überhaupt noch eine Zukunft? Kontroll- und Überwachungssysteme, die in unsere Privatsphäre eindringen, sind im Vormarsch. Aber auch die Begeisterung an medialer Selbstdarstellung gehört zu den Phänomenen unserer Zeit. Unter diesen Vorzeichen vollzieht sich eine weit reichende Neupositionierung und Bedeutungen von Öffentlichkeit und Privatsphäre. Die Terrorangst macht’s möglich: Immer mehr Bahnhöfe, Flugplätze, Autobahnraststätten, Schwimmbäder, Fußball- stadien, aber auch Privathäuser werden mit Videokameras überwacht. Dazu kommen “elektronische Reisepässe“, die biometrische Daten wie Irismuster und Fingerabdrücke auf kleinen RFID Chips speichern.

Der gläserne Mensch wird Realität.

Eine Entwicklung, die vielen Angst macht. Zugleich boomen Internet-Plattformen wie YouTube, StudiVZ und MySpace, wo persönliche Daten ganz ohne Intimität und zwang freiwillig einer breiten Öffentlichkeit preisgegeben werden: pickelige Teenager interessieren sich nicht für Anonymität im Internet und springen durch schlecht ausgeleuchtete Schlafzimmer und grölen ihre Lieblingssongs in die Kamera. Pechvögel laden ihre Wii Unfälle auf Youtube rauf und Übergewichtige Rentner führen stolz durch ihre Wohnungen. Biedere Hausfrauen plaudern zwanglos über ihre masturbatorischen Erfolge und die peinlichen Fotos der letzten Klassenfahrt sind eine halbe Stunde nach Ankunft Zuhause schon in Facebook hochgeladen. Und dann wundert man sich auf einmal, dass es im Internet keine Privatsphäre mehr gibt …

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Privatshpäre und Anonymität im InternetIn diesem ARTE Dokumentarfilm wird die Frage gestellt, inwiefern Anonymität im Internet, aber auch in unserem alltäglichen Leben, überhaupt noch gegeben ist. Dadurch stellt sich auch die Frage, ob Privatsphäre in Zukunft überhaupt noch möglich sein wird. Wir haben quasi den Luxus eines Modernen Lebens mit Internet, Mobiltelefonen, Bankomat- und Kreditkarten, uvm. gegen eine Offenlegung unserer privaten Vorlieben und Gewohnheiten eingetauscht. Viele unserer täglichen Schritte sind nun detailliert nachvollziehbar, abspeicherbar und gezielt aufrufbar. Wir werden zu “Profilen” mit bestimmten Mustern – und wenn die Muster nicht ins System passen, dann werden wir als “verdächtig” eingestuft.

Die “Schöne neue Welt” von Aldous Huxley wird zunehmend Realität. Alles wird besser, sicherer, bequemer. Alles was es dazu braucht sind Daten. Ganz viele Daten, von jedem einzelnen von uns. Diese können dann überwacht werden und bei verdächtigen, Systemschädlichen Aktionen kann dann gezielt zugeschlagen werden. Anonymität gilt nur noch als Nährboden für Terrorismus, Fundamentalismus und Verbrecher und gehört deshalb abgeschafft – so zumindest die Tendenz in den Gesetzesentwürfen der letzten Zeit. Speziell seit 9/11 wird alles was früher unter “Freie Meinungsäußerung” viel auf einmal mit Terrorismus in Verbindung gebracht. Was früher Privatsphäre war ist heute eine Keimzelle des Bösen. Es sind aber nicht nur Geheimdienste, die unser Verhalten ausspionieren. Auch kriminelle Organisationen und betrügerische Hacker versuchen Zugriff auf unsere Daten, unser “Leben” zu bekommen.

Was ist der Preis für all die Bequemlichkeit mit welcher wir heute leben. Anonymität nimmt nicht nur im Internet zunehmend ab, sondern geht auch schon ins “Reale Leben” Über. Sei es in der Kameraüberwachung von Plätzen, Facetracking bei Eingängen zu Ubahnen, Registrierung von Kennzeichen auf Autobahnen, etc.

Wie wichtig ist dir Privatsphäre, was machst du dagegen, sind das alles nur Verschwörungstheorien oder ist was Wahres dran? Sag uns deine Meinung!

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