Beim Begriff Fundamentalismus wird bei uns meist dem Islam zugeordnet, doch es gibt auf der ganzen Welt auch christliche Fundamentalisten. Finanziell gut ausgestattete evangelikale Sekten treten als bibeltreue Glaubenskrieger auf und versuchen ihre radikalen Theorien und Weltanschauungen immer stärker in die Gesellschaft zu integrieren. So auch die Schöpfungslehre des “Kreationismus“, dem “Intelligent Design”, bei dem die Evolutionstheorie nach Darwin verleugnet wird und andererseits der “Masterplan Gottes” im Biologieunterricht privater christlicher Schulen in Deutschland den Schülern gelehrt wird. Doch auch Teufelsaustreibungen und anderer religiöser Aberglaube sorgt nach wie vor für starkes Leiden in vielen afrikanischen Ländern, aber auch in westlichen Ländern wie England, den USA oder Deutschland.
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Die christlichen Kreuzzüge fanden im Mittelalter zwischen 1095 nach Christus und dem 13. Jahrhundert statt und hatten sowohl religiöse als auch wirtschaftliche Ziele. Einerseits dienten sie als Gegenpol zur Expansion des Islams. Dabei spielte vor Allem die Vorherrschaft im “Heiligen Land” Israel eine entscheidende Rolle. Doch auch in Nordafrika und großen Teilen Spaniens war der Islam zeitweise sehr stark verbreitet. Andererseits erhofften sich die Könige und Fürsten Des Abendlandes durch die Kreuzzüge auch neue Ländereien und Reichtümer aus Handel und Zöllen. Die Kontrolle wichtiger Wirtschaftsrouten ging immer auch einher mit hohen Einnahmen aus dem Handel, welcher über diese Routen abgewickelt wurde. Die Römisch-Katholische Kirche förderte die Kreuzzüge im Mittelalter durch Bezeichnungen wie “heiliger Krieg” und “Gott will es” Bekundungen. Der Vatikan spielte somit eine entscheidende Rolle bei den Feldzügen gegen das “Böse”.
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Die Inquisition brachte im Mittelalter Folter und Tod über Europa. Im Namen Gottes und der Rechtgläubigkeit jagten und quälten Priester die Menschen. Der Hexenwahn entwickelte sich im 15. Jahrhundert zu einer Massenhysterie, die nirgendwo so heftig loderte wie in Deutschland. Wer legte das Feuer an die Scheiterhaufen - und warum? Dieser Dokumentarfilm des History Channels bringt Licht in ein dunkles Kapitel des Christentums.
Der Jesuit Friedrich von Spee war erschüttert von dem Miterleben einer Hexenverbrennung und leitete mit seiner Schrift “Cautio Criminalis” 1631 das Ende des Hexenwahns in Europa ein. Diese Doku geht der Geschichte der Inquisition nach, die 200 Jahre vorher mit dem gefürchteten Großinquisitor Thomas de Torquemada begann. Dabei stößt sie auf den berüchtigten “Hexenhammer“, ein Buch aus dem Jahr 1486, das die Spielregeln der Aufspürung, Verurteilung, Folterung und Verbrennung von Hexen festlegt, und die Einrichtung der kirchlichen Inquisitionsgerichte. Die Inquisition wird zum vermeintlich wirksamen Instrument eines Selbsterhaltungskampfes der Kirche. Als Hexen, Ketzer und Zauberer kann man zugleich auch die Freigeister der Neuzeit vernichten. Diese Doku zeigt deutlich wie jede Form des Fanatismus, sei er nun in der Religion oder im Nationalismus begründet, zu Leiden und Furcht führen. Egal wie nobel die Absichten auch sein mögen, das Resultat ist meist nicht zum Wohle der Allgemeinheit!
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