Geschrieben von: Dokumentarfilm in Kriege & Macht, Mensch & Natur, Wirtschaft, tags: arktis, Äthiopien, bodenschätze, china, Deng Xiaoping, erdöl, Himalaja, indien, klima, klimawandel, öl, reis, rohstoffe, seltene erden, Staudamm, Tonga, USA, wasser, zdf
Die Erde wurde in den letzten 200 Jahren von Menschen so grundlegend verändert wie noch nie zuvor. Nichts scheint mehr sicher und wichtige Resourcen werde knapp. Bodenschätze wie seltene Erden, fruchtbares Land für Nahrung und lebensnotwendiges Wasser zum trinken und für die Felder wird angesichts des Klimawandels und der globalen Bevölkerungsexplosion zunehmend knapp.
Wer es sich leisten kann versucht nun wie China oder die USA sich diese wertvollen Rohstoffe der Erde unter den Nagel zu reissen. Dabei spielt es keine Rolle ob ganze Flüsse im Himalaja mit einem riesigen Staudamm von Indien nach China umgeleitet werden, ganze Stämme in Äthiopien vertrieben werden, damit Chinesen dort Reis anbauen können oder Putin Russisches Militär in die Arktis schickt um die dortigen Erdöl und Rohstoffreserven zu sichern. Selbst die kleinen pazifischen Inselnvon Tonga sind in diesem Machtpoker von Bedeutung. Interessant ist, dass genau die Länder sich am stärksten auf den Klimawandel und die Rohstoffknappheit vorbereiten, die beides am stärksten leugnen. Wer die begehrten Ressourcen hat, hat die Macht. So sage schon der chinesische Reformator Deng Xiaoping
“Der Nahe Osten hat sein Öl, wir haben die Seltenen Erden“.
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Chinas Kämpfer für die Wahrheit - Investigativer Journalismus in der Volksrepublik China. Das klingt wie Feuer und Wasser. Doch es gibt auch dort ausgezeichnete Rechercheure, die über Korruption, Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung berichten. Natürlich tun sie dies nicht in den staatlich streng zensierten Zeitungen und Fernsehprogrammen, sondern im Geheimen auf Blogs im Internet.
Hier testen mutige Blog-Journalisten jeden Tag aufs Neue die Grenzen der politischen Freiheit. Dabei riskieren sie oft genug ihre eigene. Ein ARD-Team begleitet chinesische Reporter auf ihrer gefährlichen Recherche nach der Wirklichkeit im roten Reich der Mitte. Es porträtiert im Kontrast dazu auch die Arbeit von Journalisten in den offiziellen Staatsmedien. Der Dokumentarfilm beleuchtet nicht nur die gigantischen Probleme und Missstände der aufstrebenden Weltmacht. Er wirft auch ein Licht auf das politische System Chinas. Denn obwohl die allmächtigen Kommunisten Transparenz und Öffentlichkeit fürchten und bekämpfen, wissen sie inzwischen selbst, dass sich die gewaltigen Probleme der Modernisierung nicht durch Propaganda lösen lassen. Und so entstehen Spielräume und Grauzonen, die Chinas mutige Aktivisten entdecken und nutzen. Die investigativen Journalisten arbeiten eigenes Risiko, denn für das, was sie schützen würde, kämpfen sie ja noch: Einen Rechtsstaat, in dem nicht Willkür, sondern das Gesetz regiert.
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Deng Xiaoping – ein Name welcher bei uns in Europa kaum ausgesprochen werden kann und auch nicht sonderlich bekannt ist. Allerdings ist es genau dieser Mann, der China aus dem barbarischen Kommunismus von Mao Zedong herausgeführt hat und das Experiment “China Kapitalismus” ins Leben gerufen hat.
Egal ob die Katze schwarz oder grau ist, Hauptsache sie fängt Mäuse!
Dieses Zitat von Deng Xiaoping hat ihm einmal viel Ärger mit Mao eingehandelt – und doch war es sein Leitsatz auf dem langen Marsch Chinas zu einem kommunistischen Staat mit kapitalistischen Wirtschaftsmethoden. Im Grunde bedeutet es, dass Produktivität wichtiger ist, als Ideologie. Deng geht nämlich davon aus, das das Wichtigste für eine Nation ist, dass die Wirtschaft gut läuft – alles andere ist zweitrangig – auch die kommunistische Ideologie. Dies steht in klarem Gegenspruch zur Ideologie seines politischen Vorgängers Mao Zedong, welcher in der Kulturrevolution die Wirtschaft zugrunde richtete und mit seiner Ideologie über Leichen ging.
Doch auch Deng Xiaoping ist kein heiliger. Er war maßgeblich für die Invasion Chinas in Tibet verantwortlich und war ein kommunistischer Kämpfer der ersten Stunde und hing sehr stark an seiner absoluten Macht. Er ist ein überlebender des langen Marsches – Jener Flucht der kommunistischen Kämpfer vor den chinesischen Nationalisten, wo lediglich 10.000 von 100.000 Soldaten überlebten. Anschließend griffen die Japaner die Chinesen an, die Kommunisten gewannen wieder an Macht und übernahmen schlussendlich das Land.
Noch ein interessantes Detail am Rande: Deng wurde mit einer Gruppe anderer Jugendlicher als 16-jähriger nach Frankreich auf “Bildungsreise” geschickt – Der Plan des Programm war es, dass Chinesen die kapitalistischen Methoden Frankreichs lernten und verstanden um dann China beim Neuaufbau darin zu unterstützen – Jedoch fehlten dem Bildungsprogramm bald die finanziellen Mittel – Deng Xiaoping musste unter widerlichsten Umständen sein Geld in Fabriken verdienen – und trat dann schlussendlich der kommunistischen Partei in Frankreich bei, wo aus dem Kapitalisten dann ein überzeugter Kommunist gemacht wurde.
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