Archiv für Dezember 2008

“Arbeit macht Frei” (1940)

“Wahrheit macht Frei” (1990)

Ein erschütternder Dokumentarfilm aus 1991, welcher anhand von Interviews mit führenden Neonazis und Holocaust-Leugnern sowie Archivmaterial von konspirativen Treffen den Zustand der deutschen Neonazi-Szene kurz nach der Wende aufzeigt und deren internationalen Verflechtungen, die bis ins Europaparlament reichen. Mit dabei sind Populisten wie David Irving oder ehemalige SS Offiziere welche in den Konzentrationslagern “selektiert” haben. Die Doku zeigt auch deutlich die Bedeutung von Musik für die Neonazi-Szene. Wie damals handeln die Lieder davon wie Juden vernichtet werden sollen und Deutschland den Deutschen gehört. Abwohl die Doku schon einige Jahre alt ist hat sich seit dem nicht viel verändert. Nach wie vor sind Ausländerfeindlichkeit und nationalsotialistische Gedanken tief in unserer Gesellschaft verwurzelt und schüren weiterhin Hass und Gewalt.

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Zuerst legen Frauen ihren BH als Zeichen ihrer Freiheit ab. Anschließend wird diese Freiheit von der Werbeindustrie aufgeschnappt und die befreite Frau wird zum Werbeobjekt umfunktioniert. Doch wie viel nackte Haut kommt in der Werbung zum Einsatz? Und inwiefern fühlen sich Frauen von den Bildern nackter Frauenkörper an jeder Straßenecke provoziert? Dieser Dokumentarfilm geht diesen Fragen nach. Werbung provoziert, nervt und soll an vielen Übeln schuld sein: Sie macht die Menschen dumm, die Kinder dick und Teenager magersüchtig. Werbung erschafft eine auf Konsum fixierte Welt voller Hochglanzbilder und ohne Inhalte; eine oberflächliche und verschwenderische Welt, die nicht nur Produkte verführerisch verpackt, sondern manchmal auch die Konsumenten für dumm verkauft. Doch Werbung kann auch faszinieren: Kinder und Jugendliche lieben die witzigen Werbespots, die oft technisch aufwändiger als mancher Film gestaltet werden. Werbung ist Teil unserer Kultur. Der ARTE-Themenabend betrachtet das weite Feld der Werbung als “Kulturgut”, als Trend-Barometer und als Spiegel der Gesellschaft. Die erste Doku beschäftigt sich mit der Hassliebe der Konsumenten zur Werbung. Der zweite Beitrag beleuchtet das Verhältnis von Werbung und Kino. Zum Abschluss des Themenabends wird die heikle Frage nach dem Bild der Frau in der Werbung gestellt. Wird die Frau tatsächlich nur als Objekt benutzt weil Sex sells? Oder liegt es einfach in der Natur der Dinge und ist deshalb vollkommen legitim?

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