Kriege & Macht

Der Geist des Geldes – Doku über Banken, Kredite, Wohlstand und Macht

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der geist des geldesGeld bestimmt unser Leben. Doch nur in den wenigsten Fällen entscheiden wir selbst darüber, wie viel Geld wir zur Verfügung haben oder verdienen, sondern Banken, Unternehmen und der Staat lenken unser Geschick. Wenn jemand von uns ein Haus bauen möchte, dann geht er zur Bank und holt sich einen Kredit zum Hausbauen. Doch was für uns als Privatpersonen gilt, das ist für Staaten gar nicht mal so anders. Auch Staaten sind auf Kredite angewiesen um Kriege zu führen, Sozialleistungen bezahlen und – nicht zuletzt, Zinsen und Anleihen vergangener Kredite zurückzuzahlen.

In der Schule haben wir gelernt:

Geld ist ein Zwischentauschmittel, welches sich von anderen Tauschmitteln dadurch unterscheidet, dass es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern aufgrund allgemeiner Anerkennung zum weiteren Tausch eingesetzt werden kann.

Doch im Laufe der Zeit hat sich das Verständnis von Geld zunehmend von diesem Standpunkt des Tauschmittels entfernt. Geld ist nicht mehr greifbar. Geld ist keine fixe Größe mehr. Die Geldmenge welche im Umlauf ist, kann durch Kredite um ein vielfaches aufgebläht werden. Somit sind enorme Wirtschaftsleistungen möglich, große Kriege können geführt werden und der Wohlstand einer Nation kann aufrecht erhalten werden – jedoch nur solange, bis der Staat nicht mehr in der Lage ist die Schulden der Vergangenheit zu tilgen.

Schon jetzt erzeugen nur die wenigsten Staaten dieser Welt einen Haushaltsüberschuss in ihren Budgets – somit können Staatsschulden gar nicht getilgt werden, sondern im Gegenteil, steigen jedes Jahr noch an. In vielen Staaten der 3. Welt betragen alleine die Aufwendungen zur Schuldentilgung bis zu 40 % des Bruttoinlandsproduktes!

Diese relativ aktuelle Doku „Der Geist des Geldes“ (DVD erhältlich seit 3. Jänner 2008) zeigt die Verknüpfung des Geldsystems mit den Faktoren des sozialen Lebens, der Politik und Interessensgruppen wie z.B. Unternehmen und Banken auf.

Dabei werden auch relativ idealistische Modelle wie das „Freigeld“ erläutert und unterschwellig beworben. Zudem wird immer wieder auf eine drohende Krise hingewiesen, einen Crash des aktuellen Finanz-Systems.

Der Geist des Geldes

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8 Comments

  1. johnboy

    22. Juli 2008 at 23:37

    Coole Seite , coole Doku………Immer weiter so !!!!

  2. Bankverbindung

    23. Juli 2008 at 11:24

    Schon mal interessant, dass die Banken eigentlich alle Insolvent sind! Die Doku find ich sehr aufschlussreich

  3. Kaufmann

    29. Juli 2008 at 19:00

    Meine Grossmutter konnte mit 5 Rappen noch ein Weggli (Brötchen) kaufen. Heute kann mit 5 Rappen nichts mehr kaufen. Ein Weggli (Brötchen) kostet mehr als ein Franken.

    Wer also Geld auf der Bank gespart hat, hat zwar eine grössere Zahl in seinem Sparheft stehen. Aber durch die Inflation gleicht es sich wieder aus. Geld verhält sich relativ zu anderen Dingen…

    Ausserdem hat es nichts mit dem Wesen des Geldes zu tun, wenn die 500 grössten Unternehmen die Hälfte des Weltbruttosozialprodukts „erzeugen“, sondern mit der Dynamik der Marktwirtschaft. Wachse oder stirb – das gilt für eine überwiegende Mehrheit aller Unternehmen.

    Weiter. Wenn jemand ein Unternehmen gründet und Geld investiert, dann will er mehr Geld zurückerhalten. Oder wenn jemand Aktien einer Bank kauft, will er, dass der Kurs steigt. Damit der Kurs steigt müssen die Banken mehr Gewinn erzielen. Dies können sie indem sie Kosten sparen (z.B. Leute entlassen) oder risikoreicher investieren überall wo sich ein Gewinn machen lässt.

    Der Zins ist nur ein Bei-Produkt des Marktes. In diesem Falle des Liquiditäts-Marktes!

  4. Stef

    12. Oktober 2008 at 22:48

    Nun leider vergisst Deine Brötchenthese das Inflation den Fortschritt fördert. Der Effekt des Zinses begünstigt das Investitonsverhalten der Wirtschaft. Doch zu viel Inflation schafft auch Misstrauen.

  5. Mike

    24. Januar 2009 at 02:58

    @Steff: Du scheinst mir das Geldsystem noch nicht ganz verstanden zu haben.

    Unlängst fang ich dazu eine hervorragende Artikelserie „Unser Geld- und Wirtschaftssystem hat einen Konstruktionsfehler“ bei Dobszay’s Ansichten und Einsichten: http://www.dobszay.ch/2009-01-13/unser-geld-und-wirtschaftssystem-hat-einen-konstruktionsfehler-teil-1/. Das sollte jeder wirklich einmal lesen.

  6. Für den Produzent

    24. Januar 2010 at 14:31

    Hallo, ich finde es wirklich super, dass alle den Film genau so gut finden wie wir. Auch, dass er jetzt frei zugänglich ist. Schön, dass alle über Geld sprechen 😉

    Falls ihr den Film wirklich mögt und bereit seid den Produzenten zu unterstützen weitere solcher Dokumentationen zu produzieren, bitte spenden an info@geistdesgeldes.com per Paypal.

    Weiß zufällig, dass der Film knappe 30.000€ gekostet hat und aus Idealismus gemacht wurde.

  7. Christian

    25. Juli 2011 at 21:22

    So viel zu geld regiert die welt die Dokumentation war echt super und hat so einiges auf den Punkt gebracht.
    Wo bei man schon ganz schön schlucken muß das die tatsache so extrem ist traurig aber die hoffnung stirbt zu letzt.

  8. hans

    12. Dezember 2012 at 15:57

    An die Christen und Juden!
    warum wurde deer Zins wohl verboten für Juden und Christen..?
    genau deswegen !
    Warum hört man aber nichts von Papst gegen den Zins?
    weil der Vatikan selbst eine eigene Bank hat und Zinsen nimmt und vergibt.
    Reich werden ist nichts schlimmes und nicht verboten, aber nicht durch Zinsen, Alkohol, Pornos, ungerechte Kriege..

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